Donnerstag, 26. März 2020

Angst essen Großhirn auf

Ich habe die RAF erlebt und wie das Land kollektiv auf Terroristenhatz ging. Ich habe Tschernobyl erlebt und wie wir bei Regen reingingen, weil er die radioaktiven Partikel aus der Luft wusch. Misstrauisch beäugten wir monatelang jeden Strauch und überlegten, ob wir die Beeren gefahrlos essen könnten oder ob sie doch zu stark belastet sind. Ich habe den 11. September 2001 erlebt und wie wir jeden dunkelhaarigen Bartträger für einen potenziellen Mörder hielten. Noch nie jedoch habe ich etwas erlebt, was so unwirklich anmutet, dass ich mir immer wieder ins Bewusstsein rufen muss, dass ich nicht gerade einen Katastrophenfilm sehe, sondern dass dies alles sehr real ist. Ansatzweise hatte ich dieses Gefühl nur, als ich die Türme des World Trade Centers einstürzen sah und dachte: Nein, da sind eben keine zwei Passagierflugzeuge mit voller Absicht reingeflogen. So etwas kann nicht passieren. Guck doch nur, wie die Hochhäuser senkrecht in sich zusammensacken, als wäre es ein Lehrfilm. Sowas gibt es nur im Kino.

Es dauerte eine Weile, bis ich dieses Gefühl der Unwirklichkeit loswurde.

Ähnlich geht es mir jetzt. Draußen gehen zwar Leute herum, aber es sind deutlich weniger als sonst. Die Geschäfte haben geschlossen. Seit 10 Tagen arbeite ich von meinem Zimmer aus und war seitdem nur zweimal vor der Haustür, beide Male mit einem Gefühl, als ginge ich in die kontaminierte Zone um ein havariertes Atomkraftwerk. Morgens wache ich auf, gehe aber nicht zur Bahn, um zur Arbeit zu fahren, sondern bleibe in der Wohnung. Menschen sehe ich nur noch auf meinem Computerbildschirm, so als gäbe es die Welt da draußen nur in meinem Rechner. Eigentlich sollte ich damit besser umgehen können, immerhin arbeite ich seit Jahrzehnten in der IT und bin daran gewöhnt, Kollegen zu haben, die tausende Kilometer von mir entfernt arbeiten und von denen ich nicht viel mehr kenne als ihre Stimme und ihr Profilbild. Vielleicht ist es weniger das, was mich irritiert als das Gefühl, dass diese elektronische Kommunikationswelt nicht mehr ein aufregendes Spiel ist, sondern Ernst. Ernst, von dem Leben abhängen.

Ich hatte mir die kommenden Wochen mit vielen Terminen vollgepackt. Nach Hamburg wäre ich gefahren, nach Niedersachsen, nach Hessen, nach Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Ich hätte absurd viel Zeit in Zügen verbracht, nur um nach wenigen Stunden Aufenthalt schon wieder unterwegs zu sein. Das alles wäre recht stressig geworden, weil diese ganzen Reisen für ehrenamtliche Aufgaben gewesen wären, die ich irgendwie mit meinem eigentlichen Beruf hätte vereinbaren müssen. Jetzt auf einmal herrscht Leere in meinem Kalender. Bis weit in den April habe ich keine Konferenzen, keine Workshops, keine Vorträge, und ob die Planungen für Mai so stehen bleiben, weiß ich jetzt auch noch nicht. Die ersten Absagen trafen heute ein.

Meine Soziosphäre hat nach einem kurzen Schockmoment begonnen, sich mit der Lage zu arrangieren. Jeder noch so kleine Hackspace hat inzwischen einen Matrix- und einen Jitsi-Server aufgesetzt. Andere spielen mit Nextcloud und Moodle herum. Viele von uns sehen in der Krise auch eine Chance. Jahrelang haben wir elektronische Kommunikation als eine aufregende Bereicherung angesehen. Auf einmal ist sie keine Bereicherung mehr, sondern das einzige Kontaktmittel, das uns noch geblieben ist und das jetzt einem ungeplanten Test in der Fläche unterzogen wird. Jetzt, da sie darauf angewiesen sind, werden viele Standard-Anwender erstaunt feststellen, wie viel gute Software es da draußen gibt. Sie werden aber auch entnervt auf einige Unzulänglichkeiten stoßen, welche die Nerd-Szene über Jahrzehnte mit der Breitgesäßigkeit eines Helmut Kohl auszusitzen versucht hat. Wir halten IRC für ein tolles Kommunikationsmedium, schreiben mit Mutt unsere Mails, verschlüsseln sie mit GnuPG und bauen mit OpenSSL unsere PKI auf. Grafische Oberflächen gelten bei uns als Schmuddelkram. Echte Kerle nutzen die Kommandozeile, je kryptischer die Optionen, umso besser. Immerhin sehen wir uns als Magierelite, die sich on den technisch weniger affinen Muggles vor allem darin unterscheidet, dass sie die Struktur der Matrix sehen. Wir stoßen in diesen Tagen auf Leute, die weit weniger gnädig auf funktional schlechtes Design, irreführende Beschriftungen und fehlerhaft arbeitende Schaltflächen reagieren. Umgekehrt werden einige von uns die Aufmerksamkeit, die ihre Software auf einmal bekommt, als Ansporn begreifen, endlich die 20 Prozent in Angriff zu nehmen, die ihr prinzipiell funktionierendes Programm von einer brauchbaren Applikation trennen. Ich sehe da einige Chancen.

Alles Übertreibung?

Ist der ganze Rummel nicht mehr als Massenhysterie? Sind die von den Regierungen verhängten Ausgangsbeschränkungen nicht maßlos überzogen? Da wir gerade bei Hysterie sind: Haben Sie Ihre Klopapiervorräte auch schön aufgestockt? Bis in welches Jahrhundert könnten Sie theoretisch unter Dauerdurchfall leiden, bis Ihre Reserven verbraucht sind? Wie sieht's mit Mehl aus? Alles voll? Haben Sie noch normales Mehl bekommen, oder gehören Sie zu den Leuten, die in ihrer Verzweiflung selbst Dinkelmehl gebunkert haben? DINKELMEHL. Das ist die Zahnspange unter den Lebensmitteln - sicherlich sinnvoll, aber wenn Sie die Wahl haben, verzichten Sie gerne drauf. DINKELMEHL. Habt ihr denn gar kein Selbstwertgefühl mehr?

Vor allem beobachten wir eine Verknappung, die gar keine ist, eine Verknappung, die nur existiert, weil wir sie wollen. Davon abgesehen, dass viele Kulturvölker mit gewissem Ekel nach Mitteleuropa schauen, weil wir hier glauben, mit ein wenig Papier einen sauberen Hintern bekommen zu können, rühren die leeren Regale im Moment nicht etwa daher, dass es die entsprechenden Produkte nicht mehr gibt. Die Regale sind leer, weil die Händler so optimistisch wie irrig bei ihren Kunden einen gewissen Mindest-IQ angenommen und schlicht nicht solche Mengen bestellt hatten. Irgendein Depp, dessen Strategie offenbar darin bestand, die vier Wochen Quarantäne auf der Toilette zu verbringen, hat dann angefangen, sich den Einkaufswagen mit Klopapier vollzustopfen. Die anderen Kunden sahen die deutlich geschrumpften Bestände, dachten sich: "Ich brauche zwar keins, aber packe mir lieber welches ein, bevor es ausverkauft ist", und prompt war alles weg. Eine selbsterfüllende Prophezeihung. Interessanterweise herrscht in Deutschland eine gewisse Analfixiertheit. Vor wenigen Wochen, als wir uns noch um Banalitäten wie den Zusammenhalt der Europäischen Union sorgten, kursierten Meldungen, in Großbritannien könnte bei einem harten Brexit das Klopapier alle werden. Auf die Idee, wie vor 2000 Jahren im antiken Rom einfach einen feuchten Lappen zu nehmen, kam verstörenderweise niemand. Noch deutlicher kann man sich der Realität kaum verweigern

Es gibt keine Knappheit, jedenfalls nicht bei Nudeln, Mehl und Klopapier. Wenn etwas knapp ist, sind es Schutzmasken, und hier zeigt sich beim Zusammenbruch der internationalen Transportwege ein ganz anderer Effekt: Globale Raffzahnmentalität ist nicht krisensicher. Warum verfügt dieses Land nicht über Kapazitäten, um sich mit etwas im globalen Seuchenfall so elementar Wichtigem wie Schutzmasken zu versorgen? Weil die woanders billiger hergestellt werden, in China, Indien, sonstwo, Hauptsache weit weg. Dass die Herstellungsländer eventuell einmal andere Sorgen haben, als für Europa Atemschutz zu nähen, war den hiesigen Turbokapitalisten nicht in den Sinn gekommen.

Das Stichwort "Turbokapitalismus" gibt mir endlich die Gelegenheit, die eingangs gestellte Frage zu beantworten, ob die Regierung nicht gerade hemmungslos übertreibt. Ich könnte jetzt die übliche Zahlenmagie zeigen, mit Ansteckungsraten, schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen, aber das brauche ich alles nicht. Alles, was ich wissen muss, ist: Wir leben in einem Land mit einem Wirtschaftsfetisch, ein Land, das dem Götzen Markt huldigt und jedes noch so zarte Zucken der Börsenkurven mit Sondersendungen würdigt. Wir leben in einem Land, dem Menschen weitgehend egal sind, vor allem, wenn sie Geld kosten statt welches einbringen. Über Jahrzehnte haben wir unser Gesundheitssystem kaputtregiert, unsere Alten in Seniorenverwahrbunker gestopft und unsere Arbeitslosen mit Hartz IV wie Verbrecher behandelt. Selbst, wer bei uns Arbeit hat, bekommt ein schlechtes Gewissen eingeredet, weil er die Stirn hat, von einer Tätigkeit, für die er gerade einmal 40 Stunden pro Woche rackert, auch noch leben zu wollen. Man solle sich doch ein Beispiel an den USA nehmen, an Malaysia oder Korea, da hätten die Leute drei bis vier Jobs, mit denen sie knapp ihre Miete, aber keinesfalls einen Arztbesuch bezahlen können. Das sei doch noch echter Arbeitseinsatz, nicht die deutsche Weinerlichkeit mit 10-Stunden-Grenze, Lohnfortzahlung und Urlaubsansprüchen. Glauben Sie wirklich, dass ein Land, das dermaßen stramm auf Ausbeutung und Profitmaximierung getrimmt ist, freiwillig und sehenden Auges einen Shutdown verordnet, der eine massive Wirtschaftskrise auslösen wird, der nicht Millionen, nicht Milliarden, sondern hunderte von Milliarden Euro kosten wird, und das sind noch eher zurückhaltende Schätzungen? Glauben Sie, dass eine Regierung, die sich von Unternehmen, die lachhaft wenig Steuern zahlen, ihre Politik in die Feder diktieren lässt, dem großen Raffen zumindest temporär ein Ende setzt, ohne dazu zwingende Gründe zu haben? Nein, diese Regierung übertreibt nicht. Sie ist zutiefst verunsichert, sie sieht keine andere Option, als eine sorgfältig gehütete Trumpfkarte nach der nächsten auszuspielen in der verweifelten Hoffnung, dass endlich eine sticht.

Die Stunde der Gewinnler und Blockwarte

Ich unterstelle den meisten Regierungen im Moment noch das redliche Bemühen, die weiterhin kaum gebremsten Wachstumsraten bei den Erkrankungszahlen irgendwie zu dämpfen. Ich sehe allerdings auch die Gefahr, dass einige von ihnen langsam am süßen Trunk der Macht Geschmack finden. Wie, ich brauche nur zu sagen, die Leute sollen zu Hause bleiben, und sie bleiben zu Hause? Ich stelle Menschenansammlungen mit mehr als zwei Personen unter Strafe, und das klappt? Einfach so? Die Leute wollen sogar noch mehr, noch härtere Maßnahmen? Sehe ich das richtig, die betteln geradezu darum, dass ich ihnen die Freiheitsrechte wegnehme? Die Nation als kollektives SM-Studio?

Der Deutsche liebt den pseudojuristischen Gemächtevergleich. Unsinn und Unrecht bekämpft er nicht, sondern setzt sich dafür ein, dass alle es erleiden. Erst gestern hatte ich im Ticketsystem eine Mail, die vor dem eigentlichen Inhalt erst einmal darauf hinwies, dass die im Impressum verlinkte Kontaktadresse angeblich nicht funktioniere, und das koste 5000 Euro! Mit drei Ausrufezeichen! Ich sehe schon ein Volk von Blockwarten kollektiv auf die Straße starren, um mit dem Fotoapparat gnadenlos jeden zu erfassen, der es wagt, weniger als die vorgeschriebenen 1,50 Meter Sicherheitsabstand zu halten. Na, das waren doch bestenfalls 1,30! Und guck mal, die drei da drüben, die sehen mir nicht aus, als wohnten sie im gleichen Haushalt. Skandal, was fällt denen ein? Ich ruf die Polizei!

Nicht anders zu erklären, wie aggressiv die Öffentlichkeit auf jede Stimme reagiert, die daran erinnert, dass wir trotz aller Not und Dringlichkeit immer noch ein Rechtsstaat zu sein behaupten, und dass wir, auch wenn die Zeit drängt, bei jeder Maßnahme überlegen sollten, ob sie angemessen, sinnvoll sowie nur temporär ist. So bin ich gespannt, ob nicht irgendein Innenminister ganz zufällig nach Ende des Shutdowns vergisst, das Demonstrationsverbot aufzuheben. Meine Güte, das ging doch die letzten Wochen auch ganz toll ohne. Sollen die Leute doch online demonstrieren, dann verstopfen sie wenigstens nicht am Samstag die Fußgängerzone.

Selbst Armin Laschet, sonst eher ein Freund der Kuschelrhetorik, entdeckt jetzt auch den Macker in sich: "Die Lage ist ernst. Es geht um Leben und Tod. Das strenge Kontaktverbot wird sicher helfen, das Ansteckungsrisiko schnell zu reduzieren." So hart, wie man Clan-Kriminalität in NRW bekämpft habe, widme man sich nun der Seuchenbekämpfung: "Null Toleranz gilt auch gegenüber Rechtsbrechern im Kampf gegen das Coronavirus". Ich habe in den sozialen Medien die Verbalattacken gelesen, die sich Leute gefallen lassen mussten, die bei der Weitergabe von Mobilfunk-Positionsdaten in Verbindung mit Infektionsinformationen zu Vorsicht mahnten. Wohlgemerkt, zur Vorsicht, sie hatten mit keinem Wort gesagt, sie schlössen die Weitergabe kategorisch aus. Sie hatten allerdings darauf hingewiesen, dass die den Providern vorliegenden Funkzellendaten für eine exakte Standortbestimmung nicht ausreichen und damit eine Infektionswarnung nicht funktioniert. Die eigentlich interessanten GPS-Daten hingegen hätten die Provider nicht, und selbst die seien nur begrenzt tauglich. So viel Differzierung ist der teutonischen Runkelrübe allerdings zu komplex, vor allem, wenn sie sich noch von dem Kater erholen muss, den sie vom Rosenmontag hat, wo schon klar war, dass die Lage in China außer Kontrolle geraten ist, dass sie in Italien außer Kontrolle geriet und dass es in Nordrhein-Westfalen in Karnevalsgebieten zu Infektionen gekommen ist. Das hinderte die großen Karnevalshochburgen am Rhein nicht daran, mehrere Millionen Menschen auf engstem Raum zusammenzuballen und sie danach in die Republik zu speien. Komm, das Geschäft nehmen wir noch mit, verrecken können die Leute früh genug.

Jetzt aber kommen sie aus ihren mit Klopapier und Trockennudeln vollgestopften Löchern hervorgekrochen, die ganzen selbsternannten Epidemiologen, die vor einer Woche das Wort "Exponentialfunktion" noch nicht einmal kannten, bis heute nicht wissen, wie man eine extrapoliert und schwadronieren, es ginge um Tausende Menschenleben. Mit drei Ausrufezeichen!

Natürlich geht es um Menschenleben, das bestreitet auch keiner. Es geht jedoch ebenfalls darum, zu verhindern, dass wir uns aus einer Panikstimmung heraus etwas einhandeln, was wir noch schwerer loswerden als ein Virus. Natürlich hilft es, bei einem Hausbrand alle benachbarten Häuser abzureißen, damit das Feuer nicht übergreifen kann, aber eventuell gibt es auch weniger drakonische Mittel, wie zum Beispiel Löschen. Wenn der bayerische CSU niedersächsische SPD-Innenminister Pistorius fordert, das Verbreiten von Falschmeldungen unter Strafe zu stellen, ist das nicht viel mehr als wieder einmal der Versuch, Internetzensur einzuführen, diesmal mit dem Vehikel der Corona-Pandemie. Das Problem sind nicht "Fake News". Die gab es schon vor hundert Jahren, die hatten damals nur noch nicht so ein schönes Modewort. Das Problem ist die völlig hirnrissige Annahme, Bibi, Checkerboy95 und ihre Buddies auf Whatsapp hätten voll den Durchblick, und die da im Fernsehen erzählten uns nicht die ganze Wahrheit. Klar, aber irgendein Schwachkopf, der von sich behauptet, seine Schwester arbeite im Krankenhaus, und da gurgelten sie alle mit Chlorbleiche, weil das die Viren in den Magen runterspült, wo sie keinen Schaden anrichtet, der ist eine zuverlässige Quelle, sehe ich das richtig? Ein verwaschenes, angeblich in Italien aufgenommenes Video soll die Wahrheit zeigen, die uns die Tagesschau verschweigt? An welchem Punkt des Pfads zur Medienkompetenz seid ihr falsch abgebogen?

Konzentration aufs Wesentliche

Natürlich verraten die Regierungen nicht alles, worüber sie gerade nachdenken. Wenn sie nicht völlig verblödet sind, schauen sie nach Südkorea und China, die langsam zur Normalität zurückkehren, dazu allerdings Maßnahmen ergriffen haben, die deutlich härter sind als die hiesigen Abstandsregeln. Sie schauen aber auch nach Italien, wo deutlich chaotischere Zustände herrschen als hier und wo die Ärzte entscheiden müssen, wen sie überhaupt noch behandeln und wen sie zum Sterben nach Hause schicken. Natürlich diskutieren die Regierungen auch diese Szenarien, aber sie reden nicht darüber, und das ist auch völlig in Ordnung. Es geht im Moment darum, mit dem umzugehen, was wir jetzt vorfinden. Was hälfe es, träte die Kanzlerin vor die Presse und beschriebe, wie die Planungen für den Einsatz der Bundeswehr im Innern aussehen? Was in den Köpfen hängenbliebe, wäre die Aussage, die Regierung wolle die Armee einsetzen - was Quatsch ist. Sie denkt darüber nach, wie es aussähe, käme es zu diesem Fall. Das muss sie auch, denn es ist eine von vielen Handlungsmöglichkeiten. Sie denkt aber auch darüber nach, wie ein Wiederanfahren nach dem Shutdown aussieht. Vor der Presse über jedes Wenn und Vielleicht zu philosophieren, ist wenig sinnvoll, wenn es erst einmal darum geht, das Ist zu regeln.